TN News Grauwasser Nachhaltige Bewässerung

Grauwasser kann erheblichen Beitrag zur nachhaltigen Bewässerung leisten

Aufbereitetes Grauwasser aus Waschbecken, Duschen, Badewannen und Küchen kann einen erheblichen Beitrag zur nachhaltigen Bewässerung von Grün- und Freiflächen im urbanen Wohnumfeld leisten. Zu diesem Ergebnis kommt ein von der Bauhaus-Universität Weimar koordiniertes Forschungsteam, das ein innovatives Nutzungssystem von Regen- und Grauwasser entwickelt hat. Durch dieses können mit wenigen infrastrukturellen Anpassungen sowie intelligenten Speicher- und Regelungskonzepten Ressourcen effizient nutzbar und bedarfsgerecht verfügbar gemacht werden.

Das Nutzungssystem sieht vor, dass das gereinigte Grauwasser aus Haushalten sowie das Regenwasser von Dachflächen in einem Zwischenspeicher gebündelt wird, der als Reservoir für die Bewässerung und als saisonaler Wärmespeicher dient. Aufgrund einer kontinuierlichen Messung der Bodenfeuchte kann dann aus dem Speicher heraus eine präzise Bewässerung für das wertvolle Stadtgrün sichergestellt werden. Denn die urbane Vegetation ist immer häufiger auf eine Bewässerung angewiesen, um ihre Kühlfunktionen im Zuge der fortschreitenden Klimakatastrophe zu gewährleisten und die Bewohnerinnen und Bewohner zu schützen. Diese sollten laut des Projektberichts auch aktiv in den Prozess der Grauwassernutzung eingebunden und über Ziele, Vorteile und technischen Aspekte der Grauwassernutzung informiert werden.

Die weiteren Forschungsergebnisse des Projekts sollen den Angaben zufolge öffentlich zugänglich gemacht werden. Der im Rahmen des Projekts entwickelte und bereits veröffentlichte Leitfaden mit dem Titel „Wasserwende im Wohnungsbau“ für Bauwillige und die Stadtplanung enthält Handlungsempfehlungen zur Implementierung von Grauwassernutzungssystemen in urbanen Grünanlagen und zur Integration von Sensortechnologien in das Wassermanagement.

Duschwasser zum Gießen grüner Stadtoasen senkt Hitzegefahr – DBU

Diesen Beitrag teilen:

Facebook
Twitter
LinkedIn
Email