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Grundwasserneubildung in Deutschland – Neue UBA-Daten veröffentlicht

Rund 70% des Trinkwassers werden in Deutschland aus Grundwasserressourcen gewonnen. Damit ist das Grundwasser die wichtigste Quelle für Trinkwasser in Deutschland. Damit diese Quelle erhalten bleibt, ist es wichtig zu wissen, welche Mengen an Grundwasser entnommen werden können. Besonders relevant dafür sind Kenntnisse über die Menge neu gebildeten Grundwassers, die sogenannte Grundwasserneubildung.

Das Umweltbundesamt (UBA) hat nun in der Studie „Auswirkung des Klimawandels auf die Wasserverfügbarkeit – Anpassung an Trockenheit und Dürre in Deutschland (WADKlim)“ neue Daten zur Grundwasserneubildung und Nutzungsintensität in Deutschland bekannt gegeben.

Durch die Gegenüberstellung von Wassergewinnung und vorhandenen Wasserressourcen lassen sich Problem Regionen erkennen. Dafür wird der Grundwassergewinnungsindex (GWGI) berechnet. Dieser beschreibt das Verhältnis von Grundwassergewinnung zur Grundwasserneubildung durch Niederschlag und Zusickerung aus Oberflächengewässern; auf diesem Weg wird die Nutzungsintensität bewertet.

Für den Zeitraum 1961 bis 2020 wurde mit dem mGROWA Modell die mittlere Netto-Grundwasserneubildung berechnet. In der UBA-Studie werden die Grundwassergewinnungsindizes auf Ebene der Landkreise und kreisfreien Städte (NUTS-3-Regionen) innerhalb von Deutschland für 2019 veröffentlicht.

Laut der Studie wird in Zukunft in vielen deutschen Regionen die Wasserverfügbarkeit durch den Klimawandel sinken. Deshalb könne es, insbesondere in Trockenperioden, regional zu erheblichen Engpässen in der Verfügbarkeit von Wasser kommen. Bestehende wasserbezogene Nutzungskonflikte könnten dadurch verschärft werden und es könnten neue Konflikte hinzukommen. Umso mehr müsse daher auf eine nachhaltige Wassernutzung gesetzt werden, damit die wichtigste Trinkwasserquelle erhalten bleibt.

Quellen:
Neue UBA-Daten zur Grundwasserneubildung in Deutschland | Umweltbundesamt
WADKlim Abschlussbericht (Texte 143/2024) | Umweltbundesamt

 

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