Der Sommer 2025 war bundesweit zu trocken, das Einzugsgebiet der Ruhr hatte jedoch ein besonders starkes Niederschlagsdefizit zu verzeichnen.
Der Ruhrverband meldet, dass sich die seit Februar anhaltende Trockenheit im Juni und August mit einem besonders starken Niederschlagsdefizit bemerkbar gemacht habe. Insgesamt hätten die Niederschlagsmengen im Sommer 2025 mit 189 Millimetern etwa ein Drittel unter dem langjährigen Mittel gelegen, von Februar bis August seien sogar um 40 Prozent geringere Niederschlagsmengen von 360 Millimeter gemessen worden.
Der Sommer sei im Gebiet deutlich zu warm gewesen. Er rangiert auf Platz acht der wärmsten Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahre 1881 und der Juni liegt sogar ca. 2,0 °C über dem monatlichen Mittel.
Darüber hinaus sind aufgrund der Trockenheit im Sommer deutlich höhere Abgabemengen bezogen auf das langjährige Mittel nötig gewesen. Die Wasserabgaben aus dem Talsperrensystem haben nahezu 50 Prozent höhere Bedarfe gedeckt. Gleichzeitig hat der Ruhrverband jedoch knapp über 15 Millionen Kubikmeter Wasser einsparen können, indem seit Juli 2025 die nunmehr niedrigeren gesetzlichen Grenzwerte für die Mindestwasserführung in der Ruhr in Anspruch genommen wurden. Mit der Neuregelung sollte eine zur Klimaresilienz des Talsperrensystems beitragende Erhöhung der in den Wasserspeichern vorhandenen Wassermengen erreicht werden. Trotz der Einsparungen lagen laut Ruhrverband die Füllstände der Talsperren am Ende August bei 72,8 Prozent, etwas unter dem langjährigen Mittel.
Quelle: Sommerbilanz 2025: Ruhrverband meldet deutlichen Niederschlagsmangel