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Wie ist die CSRD aufgebaut? Nach welchem Berichtsstandard müssen betroffene Unternehmen berichten?

Mit der CSRD wird Nachhaltigkeitsberichterstattung verbindlich, vergleichbar und strategisch relevant. Herzstück sind die European Sustainability Reporting Standards (ESRS), die klare Vorgaben für Umwelt, Soziales und Governance machen. Unternehmen müssen nun die doppelte Wesentlichkeit berücksichtigen: Welche Nachhaltigkeitsthemen wirken auf das Unternehmen – und welche Auswirkungen hat das Unternehmen auf Umwelt und Gesellschaft? Wer diese Analyse sauber umsetzt, schafft Transparenz, reduziert Aufwand und berichtet zielgerichtet.

Wie ist die CSRD aufgebaut? Nach welchem Berichtsstandard müssen betroffene Unternehmen berichten?

Gem. CSRD müssen für die Nachhaltigkeitsberichterstattung verpflichtend die sogenannten European Sustainability Reporting Standards (ESRS) Anwendung finden. Damit soll eine Vergleichbarkeit der offengelegten Informationen gewährleistet werden, denn bisher konnten die betroffenen Unternehmen Ihre Berichtsinhalte frei wählen.

Die ESRS wurden von der European Financial Reporting Advisory Group (EFRAG) entwickelt und enthalten zwei übergeordnete Standards, über die alle Unternehmen berichten müssen. Zusätzlich gibt es noch 10 themenspezifische Standards, die in E (Umwelt),
S (Soziales) und G (Governance) gegliedert sind. Diese gliedern die Berichterstattung in die drei Hauptbereiche:

  • Umwelt (Environmental): Berichterstattung über Themen wie Klimawandel, Ressourcennutzung, Biodiversität und Umweltverschmutzung.
  • Soziales (Social): Angaben zu sozialen Belangen, einschließlich Arbeitsbedingungen, Diversität, Menschenrechten und gesellschaftlichem Engagement.
  • Governance: Informationen zur Unternehmensführung, wie etwa interne Kontrollen, Risikomanagement und ethische Geschäftspraktiken.

Ein zentrales Prinzip der CSRD ist die doppelte Wesentlichkeit. Das bedeutet, dass Unternehmen sowohl die Auswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit auf Menschen und Umwelt als auch die (finanziellen) Auswirkungen von Nachhaltigkeitsaspekten auf das Unternehmen berücksichtigen müssen.

Mit Hilfe der doppelten Wesentlichkeitsanalyse wird gefiltert, welche Themen für das Unternehmen wesentlich sind und somit berichtet werden müssen. Im Umkehrschluss erlaubt die Wesentlichkeitsanalyse auch den Ausschluss nicht wesentlicher Themen, um die Berichtsinhalte zu reduzieren.