Die Nationale Wasserstrategie

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Diese Videoreihe erläutert systematisch den Aufbau und die wesentlichen Inhalte der Nationalen Wasserstrategie der Bundesregierung. In zehn Beiträgen werden Fakten, Herausforderungen, Visionen und konkrete Maßnahmenkataloge zu jedem der zehn Prinzipien mit klarem Blick auf die Praxis der Wasserwirtschaft verständlich aufbereitet.

Video 1 – Prinzip 1: Den naturnahen Wasserhaushalt schützen und sichern Deutschland verfügt im langjährigen Mittel über erhebliche Wasserressourcen, doch Trockenjahre, Flächenversiegelung und der Klimawandel setzen den Wasserhaushalt zunehmend unter Druck. Das erste Video legt dar, wie Wasserentnahmen, Gewässerausbau, Bodenverdichtung und Flächenversiegelung den natürlichen Wasserkreislauf belasten und welche sektorenübergreifenden Maßnahmen bis 2050 nötig sind, um einen naturnahen Wasserhaushalt wiederherzustellen.

Video 2 – Prinzip 2: Gewässerverträgliche und klimaangepasste Flächennutzung realisieren Landwirtschaft, Siedlungsentwicklung, Forstwirtschaft und Fischzucht prägen die Flächennutzung in Deutschland mit erheblichen Auswirkungen auf Grund- und Oberflächenwasser. Dieses Video zeigt, warum ein „Weiter so” nicht möglich ist, welche Zielkonflikte zwischen Bauwachstum und Hochwasserschutz bestehen und wie wassersensible Stadtentwicklung, Entsiegelung und naturnahe Grüninfrastruktur konkret gestaltet werden können.

Video 3 – Prinzip 3: Nachhaltige Gewässerbewirtschaftung weiterentwickeln 91 % der deutschen Oberflächengewässer befinden sich nicht in einem ökologisch guten Zustand und die Ziele der EU-Wasserrahmenrichtlinie sind weit verfehlt. Das Video erklärt, warum Renaturierung, Durchgängigkeit von Fließgewässern und die Wiederanbindung von Auen so dringend sind, und zeigt anhand erfolgreicher Praxisbeispiele wie der unteren Havel, wie komplexe Maßnahmen gelingen, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen.

Video 4 – Prinzip 4: Risiken durch Stoffeinträge begrenzen Nitrat, Pestizide, Arzneimittelrückstände, Mikroplastik und persistente Schadstoffe belasten Deutschlands Gewässer trotz rückläufiger Trends erheblich. Dieses Video erläutert die verschiedenen Eintragspfade, die Grenzen bisheriger Regulierung und das ambitionierte Ziel der „Null-Verschmutzung” bis 2050 inklusive erweiterter Herstellerverantwortung und einer umfassenden Gewässerüberwachung.

Video 5 – Prinzip 5: Infrastrukturen klimaangepasst weiterentwickeln Über 600.000 km Kanalnetz und mehr als 540.000 km Trinkwassernetz bilden das Rückgrat der deutschen Wasserversorgung. Das Video beleuchtet, wie diese Infrastruktur angesichts von Extremwetterereignissen, Klimawandel, Digitalisierung und veränderter Siedlungsstrukturen multifunktional und resilient weiterentwickelt werden muss. Von der grauen Wasserinfrastruktur bis hin zu grünen und blauen Stadtstrukturen.

Video 6 – Prinzip 6: Wasser-, Energie- und Stoffkreisläufe verbinden Die Wasserwirtschaft kann weit mehr als nur ver- und entsorgen: Phosphorrückgewinnung aus Klärschlamm, Energieerzeugung aus Abwasser, thermische Grundwasserbewirtschaftung und Kreislaufwirtschaft für Brauch- und Regenwasser sind die Themen dieses Videos. Es zeigt, wie die Sektorenkopplung von Wasser-, Energie- und Abfallwirtschaft zu Ressourcenschonung und Klimaschutz beitragen kann.

Video 7 – Prinzip 7: Leistungsfähige Verwaltungen stärken und Finanzierung sichern Wachsende Aufgaben, zu knappe Ressourcen: Deutschlands Wasserbehörden stoßen personell, technisch und finanziell an Grenzen. Das Video zeigt, wie Digitalisierung, interkommunale Zusammenarbeit, harmonisierte Dateninfrastrukturen und angepasste Finanzierungsmodelle helfen können, den enormen Investitionsbedarf – allein 35 Milliarden Euro für die Ziele der Wasserrahmenrichtlinie – zu bewältigen.

Video 8 – Prinzip 8: Meere vor Stoffeinträgen vom Land schützen Nord- und Ostsee leiden unter Eutrophierung, Schwermetallen, Schadstoffen und Mikroplastik, die über Flüsse und die Atmosphäre eingetragen werden. Das Video erläutert den Zustand beider Meeresgebiete, die bestehenden Schutzrahmen wie OSPAR und HELCOM sowie die nötigen Maßnahmen zur Reduzierung von Nährstoff- und Schadstoffeinträgen aus dem Binnenland.

Video 9 – Prinzip 9: Bewusstsein für die Ressource Wasser stärken 90 % der Bevölkerung haben keinerlei Kenntnisse über Bewirtschaftungspläne oder die Wasserrahmenrichtlinie und doch sind gesellschaftliche Akzeptanz und verantwortungsvolles Handeln unverzichtbar für eine zukunftsfähige Wasserwirtschaft. Das Video stellt vor, wie Bildungs- und Kommunikationsinitiativen, Labelling von Produkten, Risikokommunikation und die Stärkung des Wasserfußabdruck-Bewusstseins das nötige Umdenken in Gesellschaft und Wirtschaft befördern können.

Video 10 – Prinzip 10: Globale Wasserressourcen gemeinsam schützen Bis 2050 werden 9,7 Milliarden Menschen auf der Erde leben von denen schon heute 2 Milliarden von Wasserknappheit betroffen sind. Das abschließende Video weitet den Blick auf die globale Dimension: internationale Kooperationen, den deutschen Wasserfußabdruck durch Lieferketten, die Ziele der UN-Agenda 2030 und die dringende Notwendigkeit, Wasserversorgung, Abwassermanagement und Gewässerschutz weltweit als gemeinsame Aufgabe zu verstehen.

Beiträge dieser Reihe