Pseudomonas – das unbekannte Wesen

Diese dreiteilige Videoreihe beleuchtet umfassend den in der Trinkwasserhygiene oft unterschätzten Keim Pseudomonas aeruginosa von den mikrobiologischen Grundlagen über konkrete Schadensfälle aus der Praxis bis hin zu verfahrenstechnischen Sanierungslösungen. Die Reihe richtet sich an Fachleute aus Wasserversorgung, Installationstechnik, Gebäudebetrieb und medizinischen Einrichtungen.

Video 1 – Grundlagen: Wohlfühlumgebung, Indikatorparameter, Pathogenität Was ist Pseudomonas aeruginosa und warum ist dieser Keim so gefährlich und gleichzeitig so wenig bekannt? Das erste Video legt die Grundlagen: Es erklärt, wo Pseudomonaden vorkommen, warum sie sich in Trinkwassersystemen besonders wohlfühlen und sich unter bestimmten Bedingungen tausendfach schneller als Legionellen vermehren können. Darüber hinaus werden die gesundheitlichen Risiken erläutert – von Lungenentzündung und Sepsis bis hin zu Antibiotikaresistenzen – und die Frage diskutiert, warum der Keim trotz seiner Bedeutung als Indikatorparameter bislang nicht regelmäßig in der Trinkwasserverordnung vorgeschrieben ist.

Video 2 – Praxiserfahrungen: Kontaminationen in Trinkwasser-Systemen Ausgehend vom aufsehenerregenden Fall verkeimter Wasserzähler in deutschen Kitas und Wasserversorgungsunternehmen (2014) zeigt das zweite Video die vielfältigen Eintrittswege von Pseudomonas aeruginosa in Trinkwasserinstallationen: mangelhafte Hygiene auf der Baustelle, fehlerhafte Inbetriebnahme, Stagnation, retrograde Verkeimung und unzulässige Systemverbindungen. Das Video gibt zudem einen systematischen Überblick über besonders gefährdete Einrichtungen von Krankenhäusern und Zahnarztpraxen über Schwimmbäder bis hin zu Volksfesten. Es zeigt, welche vorbeugenden Maßnahmen und Kontrolluntersuchungen den Schadenseintritt verhindern können.

Video 3 – Problemlösungen: Verfahrenstechnische Sanierung Wenn Pseudomonaden in einer Trinkwasserinstallation nachgewiesen werden, ist schnelles und gezieltes Handeln gefragt. Das dritte Video stellt die verschiedenen Sanierungsansätze vor – betriebstechnisch, bautechnisch und verfahrenstechnisch – und erläutert anhand eines konkreten Ablaufbeispiels, wie eine Reinigung mit anschließender Anlagendesinfektion praktisch durchgeführt wird. Abschließend werden typische Schadensfälle aus unterschiedlichen Einrichtungstypen vorgestellt und die jeweils eingesetzten Sanierungsverfahren beschrieben. Zentrales Fazit: Nur die optimal abgestimmte Kombination aus Reinigungs-, Desinfektions- und bautechnischen Maßnahmen sichert dauerhaft den bestimmungsgemäßen Betrieb.

Beiträge dieser Reihe